Rendite beim Mehrfamilienhaus in Bornheim, Brühl, Wesseling und Umgebung
Die Mietrendite ist der Anfang, nicht das Ergebnis
Fast jede Kaufentscheidung beginnt mit einer einzigen Zahl: der Jahresnettokaltmiete im Verhältnis zum Kaufpreis. Diese Bruttomietrendite sortiert Angebote grob vor, mehr leistet sie nicht. Sie weiß nichts über das Alter der Heizung, nichts über die Restlaufzeit der Mietverträge und nichts darüber, wie viel Arbeit ein Haus im Jahr macht. Den vollständigen Rechenweg — welche Posten in den Zähler gehören, welche in den Nenner und warum die Nettorendite regelmäßig spürbar unter der Bruttorendite liegt — finden Sie auf unserer Seite zur Mietrendite beim Mehrfamilienhaus.
Hier geht es um das, was diese Zahl über die Jahre verschiebt. Denn ob sich ein Anlageobjekt im Rhein-Erft-Kreis am Ende rechnet, entscheidet sich selten an der Miete allein, sondern an Zustand, Leerstand, Finanzierung, Steuerwirkung, Lage und Verwaltungsaufwand.

Instandhaltung entscheidet über den Ertrag der nächsten Jahre
Ein Mehrfamilienhaus ist zuerst ein technisches Bauwerk. Dach, Fassade, Fenster, Steigleitungen, Elektrik und Heizung haben jeweils eine begrenzte Lebensdauer, und sie enden nicht gleichzeitig. Sanierungsstau ist deshalb keine Frage des Ob, sondern des Wann: Wer ein gepflegtes Haus kauft, zahlt den Zustand im Kaufpreis mit; wer ein vernachlässigtes Haus günstig bekommt, zahlt ihn in den Jahren danach — nur eben aus dem laufenden Ertrag.
Genau an dieser Stelle sehen wir uns ein Objekt vor dem Kauf technisch an, bevor über Rendite gesprochen wird. René Reuschenbach hat in den 1990er Jahren die Projekt- und Bauleitung bei mehreren Hundert Häusern und Wohnungen verantwortet und schätzt die Restnutzungsdauer der einzelnen Gewerke deshalb nach dem ein, was verbaut ist, nicht nach dem Baujahr im Exposé. Was eine Besichtigung dafür leisten muss, steht ausführlich unter Mehrfamilienhaus besichtigen.
Für die Kalkulation folgt daraus eine einfache Regel: Eine Instandhaltungsrücklage ist kein Sicherheitspuffer, sondern eine feste Kostenposition. Wer sie zu niedrig ansetzt, rechnet sich eine Rendite schön, die es nie gab.
Leerstand und Mietausfall gehören in die Rechnung, nicht in die Hoffnung
Jeder leerstehende Monat kostet die volle Miete, und jeder Mieterwechsel kostet zusätzlich: Renovierung, Vermarktung, Übergabe. In gefragten Lagen zwischen Köln und Bonn sind diese Zeiten kurz, in einfacheren Lagen deutlich länger — kalkuliert werden müssen sie in beiden Fällen.
Wichtiger als die reine Leerstandsquote ist die Mieterstruktur. Lange laufende, zuverlässig bediente Mietverhältnisse sind ein Renditefaktor für sich; ein Haus mit häufigem Wechsel oder mit Mietrückständen bringt bei gleicher Sollmiete am Ende weniger ein. Prüfen Sie deshalb Istmieten statt Sollmieten, Zahlungshistorie, Kündigungen und Staffel- oder Indexvereinbarungen, bevor Sie die Einnahmenseite festschreiben.
Die Finanzierung verschiebt das Ergebnis stärker als der Kaufpreis
Kaum ein Faktor wirkt so stark auf den Ertrag wie die Struktur der Finanzierung. Als Orientierung gilt: rund 20–30 % Eigenkapital, dazu Kaufnebenkosten von etwa 10–12 % des Kaufpreises, die keine Bank mitfinanziert — davon allein 6,5 % Grunderwerbsteuer in Nordrhein-Westfalen, dazu Notar und Grundbuch. Eine anfängliche Tilgung von 2–3 % sorgt dafür, dass das Darlehen in überschaubarer Zeit spürbar kleiner wird.
Der Hebeleffekt der Fremdfinanzierung wirkt in beide Richtungen: Solange der Ertrag des Objekts über dem Zins liegt, hebt er die Eigenkapitalrendite; liegt er darunter, verstärkt er den Verlust. Entscheidend ist deshalb weniger die Rendite im ersten Jahr als die Frage, was nach dem Ende der Zinsbindung passiert. Rechnen Sie die Anschlussfinanzierung mit einem höheren Zins durch — hält das Objekt auch diese Rechnung aus, ist die Kalkulation belastbar. Welche Posten dabei zusammenkommen, ordnen die Seiten Mehrfamilienhaus finanzieren und Kaufnebenkosten beim Mehrfamilienhaus.
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Was das Finanzamt zurückgibt — und was nicht
Die Steuerwirkung verändert das Ergebnis einer Anlage erheblich, aber sie fällt bei jedem Käufer anders aus. Vermietete Gebäude werden über die Nutzungsdauer abgeschrieben, Schuldzinsen und laufende Bewirtschaftungskosten sind Werbungskosten, größere Maßnahmen können je nach Art sofort oder über mehrere Jahre wirken. Wie viel davon bei Ihnen ankommt, hängt vom persönlichen Steuersatz, von der Aufteilung des Kaufpreises auf Grund und Gebäude und von der Haltedauer ab — beim Weiterverkauf innerhalb der gesetzlichen Spekulationsfrist kann der Gewinn steuerpflichtig werden.
Wir rechnen diese Wirkung nicht für Sie aus: Das ist Aufgabe Ihres Steuerberaters, und die Antwort ist für jedes Objekt und jeden Käufer eine andere. Eine Übersicht darüber, welche Hebel es überhaupt gibt, finden Sie unter Steuervorteile beim Mehrfamilienhauskauf.

Die Lage bestimmt, was langfristig aus der Rendite wird
Eine hohe Anfangsrendite und eine gute Lage schließen sich meist aus. In den nachgefragten Lagen im Großraum Köln/Bonn sind die Kaufpreise hoch und die laufende Rendite entsprechend niedriger, dafür sind Nachvermietung, Wertstabilität und Wiederverkäuflichkeit belastbarer. In einfacheren Lagen im Umland ist es umgekehrt: mehr laufender Ertrag, mehr Risiko bei Leerstand und beim späteren Verkauf.
Beides kann richtig sein — je nachdem, ob Sie Cashflow brauchen oder Substanz aufbauen wollen. Falsch ist nur, die eine Kennzahl zu vergleichen und die andere zu ignorieren. Für die Einordnung des Preisniveaus in Bornheim, Brühl, Wesseling und Umgebung, im Rhein-Erft-Kreis und im Rhein-Sieg-Kreis hilft die Seite Aktuelle Mehrfamilienhaus-Preise.
Verwaltung ist entweder Arbeit oder Geld
Ein Haus mit mehreren Parteien erzeugt laufend Aufgaben: Mietersuche und Bonitätsprüfung, Übergaben, Handwerkerbeauftragung, Nebenkostenabrechnung, Mietanpassungen, Kommunikation mit den Mietern. Wer das selbst übernimmt, verdient sich einen Teil der Rendite durch eigene Arbeitszeit — wer es abgibt, zahlt dafür. In der Kalkulation muss eine der beiden Positionen stehen, sonst ist sie unvollständig.
Das Mietmanagement für Vermieter können Sie bei uns beauftragen, einschließlich Nebenkostenabrechnung und Übergabeprotokollen. Nicht gemeint ist damit die Verwaltung einer Eigentümergemeinschaft: Sobald ein Haus in Eigentumswohnungen aufgeteilt ist, gilt das WEG-Recht, und dafür sind spezialisierte WEG-Verwalter zuständig. Wer welchen Teil übernimmt, trennt die Seite Hausverwaltung für Mehrfamilienhäuser.
Was in der Kalkulation regelmäßig fehlt
- Instandhaltung und anstehende Sanierungen als feste Jahresposition statt als Reserve
- Leerstands- und Wiedervermietungskosten bei jedem Mieterwechsel
- Kaufnebenkosten in der Gesamtinvestition, nicht nur der reine Kaufpreis
- Der Kapitaldienst nach Ablauf der Zinsbindung, durchgerechnet mit einem höheren Zins
- Verwaltungsaufwand — als Honorar oder als eigene Arbeitszeit
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Vor dem Kauf rechnen wir das Objekt durch
Für ein konkretes Wunschobjekt erstellen wir Ihnen eine Wirtschaftlichkeitsrechnung mit allen Kostenpositionen und bewusst konservativen Annahmen — Istmieten statt Sollmieten, realistischer Instandhaltungsansatz, Kapitaldienst über die Zinsbindung hinaus. Eine Übersicht aller Schritte davor und danach gibt die Übersicht zum Mehrfamilienhaus-Kauf.
Häufige Fragen zur Rendite von Mehrfamilienhäusern
Was entscheidet über die Rendite eines Mehrfamilienhauses außer der Miete?
Die Mietrendite ist nur die Ausgangsgröße. Über das tatsächliche Ergebnis entscheiden fünf weitere Faktoren:
- Zustand und Sanierungsstau — anstehende Maßnahmen zehren den Ertrag über Jahre auf
- Leerstand und Mietausfall — jeder leere Monat und jeder Mieterwechsel kostet
- Finanzierungsstruktur — Eigenkapitalanteil, Tilgung und vor allem die Anschlussfinanzierung
- Steuerwirkung — sie fällt je nach persönlicher Situation sehr unterschiedlich aus
- Verwaltungsaufwand — entweder als Honorar oder als eigene Arbeitszeit
Erst wenn diese Positionen in der Rechnung stehen, ist ein Vergleich zweier Objekte aussagekräftig.
Wie kalkuliere ich den Instandhaltungsbedarf eines Mehrfamilienhauses?
Gehen Sie die Gewerke einzeln durch und schätzen Sie für jedes die verbleibende Nutzungsdauer: Dach, Fassade und Fenster, Heizung, Steigleitungen, Elektrik, Balkone und Außenanlagen. Daraus ergibt sich, was in den nächsten Jahren ansteht und was noch Zeit hat.
Die jährliche Rücklage ist dann keine Schätzung ins Blaue, sondern die Summe der absehbaren Maßnahmen, verteilt auf die Jahre bis dahin. Fehlt eine Dokumentation vergangener Sanierungen, kalkulieren Sie vorsichtiger — nicht dokumentiert heißt im Zweifel nicht gemacht.
Wie viel Leerstand sollte ich bei einem Mehrfamilienhaus einplanen?
Ein Mietausfallwagnis gehört in jede Kalkulation, auch bei einem voll vermieteten Haus. Wie hoch es anzusetzen ist, hängt von der Lage, der Wohnungsgröße und der Mieterstruktur ab: In nachgefragten Wohnlagen sind Nachvermietungen schnell erledigt, in einfacheren Lagen dauern sie deutlich länger.
Rechnen Sie zusätzlich die Kosten jedes Mieterwechsels mit — Renovierung, Inserate, Besichtigungen, Übergabe. Ein Haus mit häufigem Wechsel ist auch ohne echten Leerstand teurer als eines mit langen Mietverhältnissen.
Wie verändert die Finanzierung die Rendite eines Mehrfamilienhauses?
Über den Hebeleffekt: Liegt der Ertrag des Objekts über dem Zins, steigert Fremdkapital die Eigenkapitalrendite — liegt er darunter, verstärkt es den Verlust. Als Orientierung gelten 20–30 % Eigenkapital und eine anfängliche Tilgung von 2–3 %; die Kaufnebenkosten von rund 10–12 % kommen aus eigenen Mitteln obendrauf.
Der wichtigste Punkt liegt aber am Ende der Zinsbindung. Rechnen Sie die Anschlussfinanzierung mit einem höheren Zins durch: Hält das Objekt diese Rechnung aus, ist es solide kalkuliert.
Welche Rolle spielen Steuern bei der Rendite eines Mehrfamilienhauses?
Eine große, aber eine individuelle. Das Gebäude wird über die Nutzungsdauer abgeschrieben, Schuldzinsen und laufende Bewirtschaftungskosten mindern die steuerpflichtigen Einkünfte, größere Maßnahmen wirken je nach Art sofort oder verteilt über mehrere Jahre. Auch die Aufteilung des Kaufpreises auf Grund und Gebäude wirkt sich aus.
Wie viel davon bei Ihnen ankommt, hängt von Ihrem persönlichen Steuersatz und Ihrer Haltedauer ab — beim Verkauf innerhalb der gesetzlichen Spekulationsfrist kann der Gewinn steuerpflichtig sein. Diese Rechnung gehört zu Ihrem Steuerberater, nicht in ein Exposé.
Woran erkenne ich ein renditeschwaches Mehrfamilienhaus?
An wiederkehrenden Signalen, die alle dasselbe bedeuten — der günstige Preis hat einen Grund:
- Die angegebene Rendite beruht auf Sollmieten oder auf angenommenen Marktmieten statt auf tatsächlich gezahlten Mieten
- Zu vergangenen Sanierungen gibt es keine Unterlagen, Rechnungen oder Protokolle
- Mehrere Einheiten stehen leer oder wechseln auffällig häufig
- Betriebskostenabrechnungen der letzten Jahre werden nicht vorgelegt
- Der Verkäufer drängt auf eine schnelle Entscheidung ohne vollständige Unterlagen
Ein einzelner Punkt ist noch kein Ausschlussgrund, aber jeder davon gehört vor der Kaufentscheidung geklärt.


