Mietrendite beim Mehrfamilienhaus in Bornheim, Brühl, Wesseling und Umgebung

Brutto oder netto — zwei Zahlen, zwei Aussagen

Die Mietrendite sagt, welchen Ertrag ein Mehrfamilienhaus im Verhältnis zu dem Geld abwirft, das Sie hineinstecken. Es gibt sie in zwei Ausführungen, und die Verwechslung der beiden ist der häufigste Rechenfehler beim Kauf eines Mietshauses.

Die Bruttomietrendite setzt die Jahresnettokaltmiete ins Verhältnis zur Investitionssumme, mal 100. Sie ist schnell gerechnet und taugt dazu, mehrere Angebote grob zu sortieren — mehr nicht.

Die Nettomietrendite zieht vorher die Kosten ab, die Sie als Eigentümer tragen und nicht auf die Mieter umlegen können. Sie fällt deshalb niedriger aus und ist die Zahl, auf die Sie eine Kaufentscheidung stützen sollten.

Beide Kennzahlen hängen an denselben zwei Stellschrauben: an dem Betrag, durch den Sie teilen, und an dem Ertrag, den Sie oben einsetzen. Beide werden in Exposés regelmäßig zu freundlich angesetzt.

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Der Kaufpreis allein ist nicht die Investition

In den Nenner gehört nicht der Kaufpreis, sondern alles, was der Erwerb kostet. Die Grunderwerbsteuer liegt in Nordrhein-Westfalen bei 6,5 %, Notar und Grundbuch schlagen mit rund 1,5–2 % zu Buche, dazu kommt gegebenenfalls die Maklerprovision. In der Summe landen Käufer im Rhein-Erft-Kreis üblicherweise bei rund 10–12 % Erwerbsnebenkosten.

Wer diese Positionen weglässt, rechnet sich die Mietrendite systematisch schön — und zwar nicht um Nachkommastellen, sondern spürbar. Welche Posten im Einzelnen anfallen, haben wir unter Kaufnebenkosten beim Mehrfamilienhaus aufgeschlüsselt.

Dasselbe gilt für Geld, das Sie unmittelbar nach dem Kauf nachschieben müssen: aufgestauter Reparaturbedarf, eine fällige Heizung, ein undichtes Dach. Solche Beträge gehören in die Investitionssumme, auch wenn sie erst im zweiten Jahr abfließen.

Was vom Mietertrag am Ende übrig bleibt

Oben in der Rechnung steht weder die Warmmiete noch die Sollmiete aus dem Exposé, sondern die tatsächlich vereinnahmte Nettokaltmiete. Davon gehen die nicht umlagefähigen Kosten ab:

  • Verwaltung des Objekts und der Mietverhältnisse
  • Instandhaltungsrücklage für Dach, Fassade und Haustechnik
  • Mietausfallwagnis für säumige Zahler und für Leerzeiten zwischen zwei Mietern
  • nicht umlegbare Anteile der Betriebskosten, etwa Verwaltungsgebühren und bestimmte Versicherungen

Die laufende Verwaltung ist der Posten, den Käufer am häufigsten zu niedrig ansetzen. Eine Eigentümergemeinschaft verwalten wir nicht — dafür brauchen Sie einen WEG-Verwalter. Das Mietmanagement für ein Mehrfamilienhaus in Alleineigentum übernehmen wir dagegen, einschließlich Nebenkostenabrechnung, Mietersuche, Bonitätsprüfung und Übergabeprotokollen; was das kostet, gehört vor dem Kauf in Ihre Nettorechnung und nicht in eine Fußnote danach.

Wie sich Mietertrag, Kosten, Finanzierung und Wertentwicklung zu einer Gesamtbetrachtung zusammensetzen, steht auf der Seite zur Rendite eines Mehrfamilienhauses; die steuerliche Seite behandeln wir unter Steuervorteile beim Mehrfamilienhauskauf.

Ertrag steigern, Kosten senken

Die Mietrendite eines Mehrfamilienhauses ist keine feste Größe. Durch gezielte Maßnahmen können Sie die Einnahmenseite verbessern und die Bewirtschaftungskosten reduzieren. Entscheidend ist, dass jede Maßnahme wirtschaftlich sinnvoll ist — nicht jede Investition rechnet sich.

Mieten marktgerecht anpassen

Prüfen Sie, ob die bestehenden Mieten dem aktuellen Mietspiegel entsprechen. Bei Bestandsmietverträgen gibt es häufig Nachholbedarf — insbesondere wenn der Vorbesitzer lange keine Anpassungen vorgenommen hat. Mietsteigerungen sind im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben (Kappungsgrenze, Mietspiegel) möglich. Bei Neuvermietungen können Sie die Miete auf das ortsübliche Niveau anheben, das zwischen Köln und Bonn von Ortslage zu Ortslage deutlich auseinandergeht.

Leerstand reduzieren

Jeder leerstehende Monat kostet Miete. Verkürzen Sie Leerzeiten durch schnelle Neuvermietung, attraktive Inserate und eine gepflegte Wohnungsübergabe. Bei strukturellem Leerstand — etwa durch unattraktive Grundrisse oder fehlende Ausstattung — sind gezielte Investitionen in die Vermietbarkeit sinnvoller als Mietpreissenkungen. In den gut angebundenen Lagen im Großraum Köln/Bonn ist ein länger anhaltender Leerstand fast immer ein Objekt- und kein Marktproblem.

Betriebskosten senken

Hohe Betriebskosten belasten zwar primär die Mieter, schränken aber Ihren Mietpreisspielraum ein (Warmmiete als Vergleichsgröße). Prüfen Sie Versorgungsverträge, Versicherungen und Dienstleisterkosten regelmäßig und holen Sie Vergleichsangebote ein. Besonders bei Heizkosten, Hausmeisterservice und Gebäudereinigung gibt es häufig Einsparpotenzial.

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Energetisch sanieren

Energetische Sanierung — Dämmung, Fensteraustausch, moderne Heizungsanlage — senkt die Betriebskosten und ermöglicht nach Modernisierung eine Mietsteigerung (ein Teil der Modernisierungskosten ist im gesetzlichen Rahmen jährlich auf die Miete umlegbar). Prüfen Sie, ob Fördermittel (KfW, BAFA) verfügbar sind und ob sich die Maßnahme innerhalb eines vertretbaren Zeitraums amortisiert.

Grundrisse, die sich schlecht vermieten lassen

Nicht mehr zeitgemäße Grundrisse (Durchgangszimmer, überdimensionierte Flure, winzige Küchen) erschweren die Vermietung und drücken die Miethöhe. Durch Umbau — etwa Zusammenlegung kleiner Zimmer oder Öffnung zum Wohnküchen-Konzept — können Sie die Attraktivität und Miethöhe steigern. Prüfen Sie den Aufwand im Verhältnis zum erwarteten Mehrertrag.

Möblierte Vermietung als Option

In bestimmten Lagen und für bestimmte Zielgruppen (Berufspendler, Studenten, Projektmitarbeiter) kann möblierte Vermietung einzelner Einheiten höhere Quadratmetermieten erzielen. Der Aufwand für Einrichtung, Verschleiß und häufigere Mieterwechsel muss allerdings gegengerechnet werden.

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Wir rechnen die Mietrendite vor dem Kauf nach

Zu einem Objekt, das Sie ins Auge gefasst haben, prüfen wir die Ertragslage und rechnen die Nettomietrendite mit den Zahlen nach, die tatsächlich gelten: Bestandsmieten aus den Mietverträgen statt Sollmieten aus dem Exposé, Bewirtschaftungskosten aus den letzten Abrechnungen statt aus Faustformeln. Dazu benennen wir die Maßnahmen, mit denen sich der Ertrag heben lässt, samt einer nüchternen Einschätzung von Kosten und Nutzen. Ob ein Mietshaus im Rhein-Erft- oder im Rhein-Sieg-Kreis für Sie trägt, entscheiden Sie danach auf einer belastbaren Grundlage — und nicht anhand einer Renditeangabe aus dem Verkaufsprospekt.

Häufige Fragen zur Mietrendite beim Mehrfamilienhaus

Wie berechne ich die Bruttomietrendite eines Mehrfamilienhauses Schritt für Schritt?

So gehen Sie Schritt für Schritt vor:

  • Schritt 1: Jahres-Nettokaltmiete aller Mieter addieren (Monatsmiete × 12)
  • Schritt 2: Die gesamte Investitionssumme ermitteln — Kaufpreis plus Erwerbsnebenkosten (Notar, Grundbuch, Grunderwerbsteuer, gegebenenfalls Maklerprovision)
  • Schritt 3: Jahresnettokaltmiete geteilt durch die Investitionssumme, mal 100 — das ergibt die Bruttomietrendite

Wichtig: Die Erwerbsnebenkosten senken die effektive Rendite spürbar. Rechnen Sie deshalb immer mit dem Gesamtbetrag inklusive Nebenkosten, nicht mit dem reinen Kaufpreis.

Wie berechne ich die Nettomietrendite eines Mehrfamilienhauses?

Die Nettomietrendite ist der ehrlichere Wert. Rechenweg:

  • Jahres-Nettokaltmiete, und zwar die tatsächlich vereinnahmte, nicht die im Exposé angesetzte
  • Minus die nicht umlagefähigen Bewirtschaftungskosten (Verwaltung, Instandhaltung, Mietausfallwagnis, nicht umlegbare Versicherungs- und Betriebskostenanteile)
  • Bleibt der Nettomietertrag
  • Geteilt durch die Investitionssumme inklusive Erwerbsnebenkosten ergibt die Nettomietrendite

Wer nur die Bruttomietrendite betrachtet, überschätzt seinen tatsächlichen Ertrag deutlich.

Was ist die Eigenkapitalrendite und wie unterscheidet sie sich von der Mietrendite?

Die Mietrendite misst den Ertrag am gesamten investierten Kapital, die Eigenkapitalrendite nur an dem Teil, den Sie selbst mitbringen:

  • Rechenweg: Vom Nettomietertrag die Schuldzinsen abziehen; das Ergebnis geteilt durch das eingesetzte Eigenkapital ergibt die Eigenkapitalrendite
  • Übliche Ausgangslage: Banken erwarten bei Anlageobjekten in der Regel 20–30 % Eigenkapital, die Erwerbsnebenkosten zusätzlich aus Eigenmitteln
  • Wirkung des Fremdkapitals: Je weniger Eigenkapital im Objekt steckt, desto stärker schlägt die Finanzierung auf das Ergebnis durch — nach oben wie nach unten

Wie dieser Hebel im Einzelnen wirkt, gehört zur Gesamtbetrachtung der Rendite und nicht mehr zur Mietrendite selbst.

Was sagt der Kaufpreisfaktor über die Mietrendite aus?

Der Faktor (Kaufpreis ÷ Jahresnettokaltmiete) ist der Kehrwert der Bruttomietrendite — er drückt dieselbe Information anders aus:

  • Niedriger Faktor: rechnerisch höhere Mietrendite, häufig bei sanierungsbedürftigen Objekten oder einfachen Lagen
  • Mittlerer Faktor: üblich bei gepflegtem Bestand mit ausgeschöpften Mieten
  • Hoher Faktor: rechnerisch niedrigere Mietrendite, typisch für gefragte Lagen mit hoher Wertstabilität

Einen allgemeingültigen Zielwert gibt es nicht: Der gleiche Faktor kann bei einem sanierten Haus ein gutes und bei einem Objekt mit Sanierungsstau ein schlechtes Geschäft sein. Aussagekräftig wird er erst zusammen mit Zustand, Lage und Mietstruktur.

Wie steigere ich die Mietrendite eines Mehrfamilienhauses nachhaltig?

Vier Hebel, die auf die Mietrendite wirklich durchschlagen:

  • Mietanhebung bei Wiedervermietung — bei jedem Mieterwechsel die Miete auf das ortsübliche Niveau bringen
  • Energetische Sanierung mit Modernisierungsumlage — ein Teil der Modernisierungskosten ist dauerhaft auf die Mieten umlegbar
  • Bestandsmieten nachziehen — wo die Miete unter der ortsüblichen Vergleichsmiete liegt, ist eine Anpassung im gesetzlich zulässigen Rahmen möglich
  • Bewirtschaftungskosten prüfen — Versorgungsverträge, Versicherungen und Dienstleister regelmäßig neu ausschreiben; das entlastet genau den Kostenblock, der die Nettomietrendite drückt
Welche typischen Fehler senken die Mietrendite in der Rechnung?

Häufige Fehler in der Renditeberechnung:

  • Erwerbsnebenkosten ignorieren — sie senken die effektive Rendite spürbar
  • Theoretische Mieten ansetzen — die tatsächlich erzielbare Vergleichsmiete liegt oft niedriger als die Sollmiete im Exposé
  • Sanierungsstau nicht einrechnen — anstehende Reparaturen senken die effektive Rendite über Jahre
  • Leerstandsrisiko unterschätzen — schon eine leerstehende Wohnung mindert den Ertrag spürbar

Gerne für Sie da

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