FAQ Hauskauf in Bornheim, Brühl, Wesseling und Umgebung
Die zehn Fragen, die uns Hauskäufer am häufigsten stellen
Für die meisten Menschen ist der Kauf eines Hauses die größte Einzelentscheidung ihres Lebens — entsprechend viel steht vorher offen. Wir haben die zehn Fragen zusammengestellt, die uns Kaufinteressenten im Rhein-Erft-Kreis und im Großraum Köln/Bonn am häufigsten stellen, und beantworten sie kurz und ohne Umschweife.

Wie viel Eigenkapital brauche ich für einen Hauskauf?
Als Richtwert gelten 20–30 % des Kaufpreises. Wichtiger als die Quote selbst ist eine zweite Bedingung: Die Kaufnebenkosten sollten Sie aus eigenen Mitteln bestreiten können, denn Banken finanzieren sie ungern mit. Je höher das Eigenkapital, desto günstiger fällt in aller Regel der Zinssatz aus.
Welche Kaufnebenkosten fallen beim Hauskauf an?
In Nordrhein-Westfalen: die Grunderwerbsteuer (größter Posten), Notar- und Grundbuchkosten sowie in der Regel der hälftige Käuferanteil der Maklerprovision. Zusammen machen sie einen spürbaren Anteil des Kaufpreises aus — als Faustregel rund 10 % obendrauf, je nach Höhe der Provision auch etwas mehr.
Wie prüfe ich den Zustand eines Hauses?
Bei der Besichtigung auf Dach, Keller, Fassade, Heizung und Elektrik achten. Am teuersten werden erfahrungsgemäß zwei Dinge, die man beim ersten Rundgang leicht übersieht: Feuchtigkeitsränder im Kellersockel und ein Heizkessel, der seine übliche Lebensdauer bereits hinter sich hat. Diese Einschätzung stammt aus der Bauleitungspraxis unseres Geschäftsführers René Reuschenbach, der in den 1990er Jahren mehrere Hundert Häuser und Wohnungen als Projekt- und Bauleiter betreut hat. Bei Unsicherheit gehört ein Bausachverständiger dazu.
Wann brauche ich beim Hauskauf einen Gutachter?
Bei Häusern aus älteren Baujahrgängen, bei sichtbaren Mängeln oder wenn Sie die Bausubstanz nicht selbst einschätzen können. Die Kosten für ein Kurzgutachten sind gering im Vergleich zu den Folgekosten, die ein übersehener Mangel auslösen kann.
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Muss ich nach dem Hauskauf renovieren?
Das Gebäudeenergiegesetz — kurz GEG, das Regelwerk für Heizung und Dämmung — verlangt vom neuen Eigentümer bestimmte energetische Nachrüstungen: Dachdämmung, Austausch sehr alter Heizkessel und Dämmung freiliegender Rohrleitungen, jeweils innerhalb einer gesetzlichen Frist nach dem Eigentumswechsel. Alles Weitere ist freiwillig, steigert aber Wohnkomfort und Wert. Welche Pflichten für ein bestimmtes Haus gelten, lesen Sie am schnellsten aus dem Energieausweis heraus; im Zweifel klärt das ein Energieberater verbindlich.
Was bedeuten Grundstücksgrenzen, Baulasten und Wegerechte für Hauskäufer?
Grundstücksgrenzen sind im Kataster eingetragen und sollten vor dem Kauf zweifelsfrei feststehen. Eine Baulast ist eine Verpflichtung gegenüber der Baubehörde, die auf dem Grundstück lastet — etwa, eine Fläche dauerhaft frei zu halten; nachlesen lässt sie sich im Baulastenverzeichnis der Gemeinde. Ein Wegerecht erlaubt einem Dritten, über Ihr Grundstück zu gehen oder zu fahren. Diese Punkte gehören vor die Beurkundung, nicht danach: Sie stehen im Kaufvertrag und den zugehörigen Unterlagen.
Altbau oder Neubau — welches Haus passt besser?
Beides hat Vor- und Nachteile. Altbauten stehen meist in gewachsenen Lagen, haben größere Grundstücke und dafür häufiger Sanierungsbedarf. Neubauten bieten moderne Standards und niedrige Betriebskosten, kosten in der Anschaffung aber mehr. Die Entscheidung hängt an Budget, Lage und daran, wie viel Bauarbeit Sie sich zutrauen — eine allgemein bessere Variante gibt es nicht.
Wie lange dauert ein Hauskauf?
Für den Käufer vergehen von der Besichtigung bis zur Schlüsselübergabe typischerweise zwei bis vier Monate. Der Notartermin findet meist zwei bis vier Wochen nach der Einigung statt. Die Eigentumsumschreibung im Grundbuch läuft danach im Hintergrund weiter und kann noch einige Monate in Anspruch nehmen — auf den Einzug hat das keinen Einfluss.
Brauche ich beim Hauskauf einen Makler?
Zwingend ist es nicht. Nützlich wird es dort, wo Marktkenntnis über den Preis entscheidet und wo jemand die Kette aus Besichtigung, Unterlagen, Finanzierungszusage und Notartermin zusammenhält. Die Maklerprovision wird beim Kauf eines Hauses durch Verbraucher gesetzlich hälftig zwischen Käufer und Verkäufer geteilt; wie sich das konkret rechnet, steht auf der Provisionsseite. Was ein Makler im Kaufprozess übernimmt, lesen Sie unter Kaufen mit Makler.
Was passiert nach der Zinsbindung mit der Hausfinanzierung?
Nach Ablauf der Zinsbindung wird die Restschuld zu den dann geltenden Marktzinsen weiterfinanziert — das ist die Anschlussfinanzierung. Dieses Risiko gehört in die Kalkulation: Rechnen Sie vorab durch, ob die Rate auch bei deutlich höheren Zinsen tragbar bliebe, und tilgen Sie im Zweifel anfangs etwas höher. Mehr dazu unter Finanzierung.
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Ihre Frage steht nicht dabei?
Diese Liste deckt die Standardfälle ab, nicht jeden Einzelfall. Wer den gesamten Ablauf am Stück nachlesen möchte, findet ihn auf der Übersichtsseite Haus kaufen; zum Abhaken vor dem Besichtigungstermin eignet sich die Checkliste für den Hauskauf, und unter typische Fehler beim Hauskauf steht, was Käufern im Nachhinein am häufigsten leidtut.
Bleibt danach noch etwas offen, sprechen Sie uns an — persönlich und unverbindlich, in einem unserer Büros zwischen Köln und Bonn oder am Telefon.


